Wer ein interessantes Blog machen will, muss bei einem Blog mit Tagebuchcharakter sehr viel Persönliches von sich preisgeben, oder aber, bei einem eher sachbezogenen Blog, sehr viel recherchieren und andere Blogs und Medien lesen. Zu Ersterem bin ich nur eingeschränkt bereit, und Letzteres versuche ich schon auf meinem
Politik-Blog.
Deshalb ist hier auch so wenig los.
Ich ziehe nun die Konsequenzen und werde den Betrieb dieses Blogs bis auf Weiteres einstellen. Es wird irgendetwas anderes an die Stelle treten, ich weiß aber noch nicht genau, was.
Update:
Es geht jetzt hier weiter.
beredt - 4. Feb, 22:32
Was sich
vor ein paar Tagen schon andeutete, wird jetzt zur Gewissheit: In den Kinderporno-Ermittlungen im Rahmen der "Operation Himmel"
werden die allermeisten Verfahren gegen die 12.000 Verdächtigen sofort eingestellt. Das heißt, es werden tausende Menschen
kaltblütig sozial hingerichtet - nichts anderes ist eine Hausdurchsuchung und PC-Beschlagnahme mit dem Verdacht "Besitz von Kinderpornos" - um eine Handvoll echte Täter zu erwischen. Da ist es extrem zynisch, wenn manche Zeitungen jetzt titeln:
"Für die meisten Verdächtigen ohne Folgen".
Das ganze natürlich mediengerecht über die Weihnachtsfeiertage (Fest der Kinder, da kommen Verbrechen an solchen natürlich noch mal extra böse) und kurz vor der Unterzeichnung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung durch den Bundespräsidenten.
Update: Auch SPON hat es jetzt mitbekommen (und schreibt genauso zynisch von "folgenlosen Ermittlungen"). Nicht zuletzt werden hier auch meine Steuergelder verbraten!
beredt - 29. Dez, 13:26
Kein SPIEGEL Online mehr lesen, und nur noch als Beispiel für unerträglichen, boulevardesken Kampagnenjournalismus zitieren.
beredt - 26. Dez, 23:08
Wenn man
das hier so liest, fragt man sich, wieviele Menschen es sonst noch gibt, deren Leben durch eine an sich sinnvolle Aktion gegen Kinderpornographie im Internet zerstört wird. In kürzester Zeit Ehepartner [1], Job und das Sorgerecht für die Kinder zu verlieren, wird nicht wenige Menschen in den Selbstmord treiben. Einen Menschen auf diese Weise fertigzumachen, ist für mich moralisch fast schon äquivalent zur Kindesmisshandlung selbst.
Um "Verdächtiger" in so einer Sache zu werden, ist nicht viel erforderlich - es reicht schon ein offenes WLAN oder eine Mail mit eingebundenem Bild, das auf dem untersuchten Server liegt, man muss noch nicht einmal die Seite aktiv besucht haben.
Warum ermittelt man nicht zuerst gegen die Besucher der Seite, zu denen man auch Kreditkartentransaktionen hat? Warum trifft man keine Vorkehrungen - durch einen einigermaßen diskreten Umgang mit der Angelegenheit - dass ein sich als ungebegründet erweisender Verdacht keine negativen Folgen für das weitere Leben der Betroffenen hat? Also, ich sehe hier, ähnlich wie bei vielen Antiterroraktionen, ein Flächenbombardement, dass viele unschuldige Opfer fordert.
[1] Ob tausende Sexbildchen auf dem Privat-PC auch unabhängig von ihrer rechtlichen Bewertung ein Scheidungsgrund sind, möchte ich jetzt nicht weiter diskutieren. Auf jeden Fall verliert dieser Sachverhalt durch solche Ermittlungen den Charakter einer Privatangelegenheit des betreffenden Ehepaares.
beredt - 26. Dez, 22:35
Warum findet man in der Bugzilla-Datenbank größerer Softwareprojekte nie irgendetwas? Ich habe ungefähr eine Stunde benötigt, um
diesen Bug-Report heute morgen zu schreiben, inklusive längerer Suche, ob schon ein ähnliches Problem bekannt ist.
Und jetzt stellt sich heraus, das das Problem schon von mindestens
drei anderen Leuten eingetragen wurde. Und das ist nicht nur mit Eclipse so, bei Mozilla war es auch schon so.
beredt - 5. Dez, 20:56
Ich fuhr noch schnell hin, um zu schauen, ob das Notebook noch da ist, natürlich keine Chance mehr, auch nicht in anderen Freiburger Filialen. Das wäre eine echte Option gewesen, da nicht spiegelndes Display in der richtigen Größe, 2GB Arbeitsspeicher und angeblich auch schön leise. Über die Linux-Kompatibilität war noch nichts genaues in Erfahrung zu bringen, außer, dass sie bei den letzten Medion-Notebooks nicht so schlecht war. Schade.
Dann geht meine Computer-Modernisierungskrise halt weiter. Seit März ist mein Rechner nur noch eine Notlösung, da sich damals mein Mainboard bzw. die CPU plötzlich verabschiedete, und ich bei einem Arbeitskollegen einige gebrauchte Komponenten als Ersatz erstand, die aber selbst einige Macken mitbringen, z.B. hat das neue Mainboard ein Format, das es mir nicht erlaubt, mehr als ein optisches Laufwerk im Gehäuse zu haben, es werden nur 512MB RAM zuverlässig erkannt usw. Außerdem will ich ein größeres Display als 17 Zoll, mein Drucker ist auch schon 8 Jahre alt, und und und... Am besten also ein richtiger Rundumschlag.
Nun weiß ich aber immer noch nicht, ob ich einen Wohnzimmer-Medien-PC, einen Hochleistungsrechner oder ein Notebook will. Ich überlege auch ein bißchen, der Äpflersekte (jetzt wisst ihr, womit ihr mich beim nächsten Bloggertreffen zutexten könnt, ha!) beizutreten, aber andererseits - der Mac mini mit ordentlicher Hardware und großem Display ist teurer als ein iMac mit ähnlicher Ausstattung, und bei diesem gibt es wieder andere Nachteile. Ein MacBook ist noch in der näheren Überlegung, allerdings frage ich mich dort, ob ich nicht viel Geld bloß für den Namen Apple ausgebe. Also vielleicht doch ein PC-Notebook? Wenn dann aber eines auf dem Linux gut läuft. Vielleicht eins mit vorinstalliertem Linux, von Dell oder Lenovo? Sieht auch ganz interessant aus.
Bei einem Desktop-PC stellt sich die Frage: Wie weit selber bauen? Ist so furchtbar kompliziert mit den ganzen Prozessorvarianten und Chipsätzen heutzutage, und welches Board womit jetzt besonders viel Leistung bringt. Bei der Kühlung gibt es auch viele Dinge zu beachten, und keiner garantiert einem, das das Ganze, so wie man es sich ausgesucht hat, am Ende auch läuft. Also bauen lassen? Aber ist das dann auch leise und leistungsfähig? Fragen über Fragen. Vielleicht warte ich einfach bis zum nächsten ALDI-PC/Notebook :-)
beredt - 10. Sep, 21:19
Ist definitiv die falsche
Urlaubslektüre.
Immerhin hatte die Verkäuferin (ein Buchladen im
Ferry Building) einen Bruder in Freiburg. Und meine Nebensitzerin im Flugzeug nach New York einen Cousin in Teningen. Passiert mir irgendwie immer. Mein Nebensitzer zwischen Göteborg und Kopenhagen vor 5 Jahren wohnte auch mal im gleichen Stundentenwohnheim wie ich.
beredt - 20. Mai, 12:58
Es kann keine Rede davon sein, dass man für so etwas erst noch ein Gesetz braucht. "Geheimdienste des Bundes" (!!)
durchsuchen schon seit 2005 private Computer! Warum dann noch ein Gesetz? Das dient dann wohl nur dazu, solche Maßnahmen noch massiver durchzuführen.
Ist so etwas in den USA mit dem "Patriot Act" eigentlich auch möglich, oder wurde es von der Bush-Administration sogar heimlich in Auftrag gegeben, so wie die Telefonüberwachungen?
Egal, noch
2 Tage bis Kalifornien :-)
beredt - 25. Apr, 22:25